Kategorie-Archiv: Nähkästchen

Mit der Feuerwehr beim selbst gelegten Waldbrand


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Beim Waldbrand-Seminar: Feuerwehrleute in Elmstein. Foto: Linzmeier-Mehn

Ich erinnere mich noch gut, wie mein Vater – mehrere Jahre lang Wehrführer in meinem Heimatdorf – mitten in der Nacht aus dem Haus gestürmt ist, weil sein Funkmelder gepiept hatte. Und dass er mir beim Frühstück die Details ersparte, wie er verbrannte Menschen aus einem Haus oder einem Auto gezogen hat. Ich erinnere mich ebenso gut an Silvester 2016, als ich mit Wehrleuten der Feuerwehr Landau gefeiert habe und diese kurz nach Mitternacht zu einem Großbrand ausrücken mussten. Stundenlang waren sie bei Eiseskälte im Einsatz. Und jetzt am Wochenende die große Waldbrandübung mehrerer Feuerwehren der Vorder- und Südpfalz in Elmstein, allen voran die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Lambrecht. Weiterlesen

 

Wiener Terrorprozess: A bisserl anders


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Hier geht es auch um einen Anschlagsversuch in Ludwigshafen: das Wiener Landesgericht für Strafsachen. Foto: Hämmelmann

Hübsch bunt treiben sie es in Österreichs Gerichten: An den schwarzen, von breiten Schulterkragen gezierten Roben der Richter schimmern in der Alpenrepublik violette Samtstreifen. Und der Staatsanwalt unterstreicht seine anklagende Rolle mit hellroten Applikationen. Aber eigentlich bin ich ja nicht nach Wien gefahren, um zu entdecken, dass hier die Amtstrachten a bisserl anders sind. Ich bin hier, um mehr über die Anschlagsversuche eines Zwölfjährigen auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt zu erfahren.

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Mein Selbstversuch bei der Feuerwehr


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Mit der Feuerwehr zum Atemschutz-Übung: RHEINPFALZ-Redakteur Christoph Hämmelmann bei seinem bislang aufwendigsten Selbstversuch. Foto: Kunz

Mit der Feuerwehr zum Atemschutz-Übung: RHEINPFALZ-Redakteur Christoph Hämmelmann bei seinem bislang aufwendigsten Selbstversuch. Foto: Kunz

Sie heißen Schmittle (eigentlich: Christoph), Ali (eigentlich: Christian) oder Böbbel (eigentlich: Bernhard), sie sind ungefähr so alt wie ich und gemeinsam mit mir in einer fränkischen Kleinstadt aufgewachsen. Zusammen fuhren wir zum Beispiel auf Messdiener-Zeltlager und zogen als Sternsinger durch die Straßen. Irgendwann allerdings gab es etwas in ihrem Leben, was es in meines nicht schaffte: die Feuerwehr. Doch für eine Reportage habe ich jetzt wenigstens ein bisschen der Löschtrupp-Erfahrung nachgeholt, die mir damals entgangen ist. Es war mein bislang aufwendigster RHEINPFALZ-Selbstversuch. Weiterlesen

 

Mit Flanierkarte zum Bundespresseball


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Glänzend gelaunt: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier tanzt mit seiner Frau Elke Büdenbender den Eröffnungswalzer beim Bundespresseball. Foto: dpa

Journalisten sind entweder Jäger oder Sammler. Das ist auf dem Bundespresseball besonders gut zu beobachten, der am vergangenen Freitag das Hotel Adlon in Berlin gerockt hat. Ich war mittendrin – mit Flanierkarte. Weiterlesen

 

Drama auf dem Leipziger Opernball


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Illumination am Leipziger Opernhaus bei Nacht.

Pech und kein Glück – so könnte man den Tag des Leipziger Opernballs für die westpfälzer Designerin Janine Knorr zusammenfassen. So schlimm wie es sich anfühlte, verlief der Abend dann doch nicht. Im Gegenteil. Es war schön. Nur anders als erwartet. Und mit ganz viel Drama.

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Rebecca Ditt wird neue Onlinechefin


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Rebecca Ditt wird neue Onlinechefin bei der RHEINPFALZ.  Nach rund sechs Jahren in der Speyerer Lokalredaktion der RHEINPFALZ wechselt die 39-Jährige zum 1. Oktober ins Ludwigshafener Haupthaus.  Die Lokalredakteurin, die sich bei der RHEINPFALZ auch seit einiger Zeit im Arbeitskreis „Frauen in Führung“ engagiert, wird den stv. Chefredakteur Digital, Uwe Renners,  bei der Umsetzung eines neuen Desks sowie zahlreichen anderen Projekten unterstützen. Ditt beschäftigt sich seit einigen Jahren mit crossmedialem Storytelling und ist erfahren im Bereich Video und Social Media.  Sie hat Wirtschaftsinformatik und BWL an der FH Kaiserslautern studiert und war danach Assistentin im Bereich Kommunikations- und Führungstechniken sowie Personalmanagement. Rebecca Ditt kommt gebürtig aus Mainz.

 

Die Facebook-Spur zum mutmaßlichen Terrorkrieger


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Sofalandschaften statt eines Profibilds: Verbirgt sich so bei Facebook ein Eisenberger, der als islamistischer Kämpfer ins syrisch-irakische Kriegsgebiet gegangen sein soll? Foto: Hämmelmann

Sofalandschaften statt eines Profibilds: Verbirgt sich so bei Facebook ein Eisenberger, der als islamistischer Kämpfer ins syrisch-irakische Kriegsgebiet gegangen sein soll? Foto: Hämmelmann

Es kostet ein wenig Überwindung, einen mutmaßlichen Terrorkämpfer auf Facebook anzuchatten. Ich habe es jetzt trotzdem getan. Denn ich wollte herausfinden, ob ich im Internet tatsächlich jenen Türken aus Eisenberg aufgespürt hatte, der 2014 mit Frau und Kleinkind im syrisch-irakischen Kriegsgebiet verschwunden war. Schließlich gilt die Kleinfamilie bei den deutschen Behörden bis heute offiziell als verschollen.

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Anisschnaps im Pfalzdorf


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Willkommen in Pfalzdorf! Das Schild beweist: Diesen Ort gibt es wirklich.

Willkommen in Pfalzdorf! Das Schild beweist: Diesen Ort gibt es wirklich. Foto: Gemperlein

Vor kurzem war es wieder so weit. Eine größere Recherche-Reise stand an. Ich sollte am Niederrhein einem ganz besonderen Dorf einen Besuch abstatten: dem Pfalzdorf. „Bitte was?“, dachte ich, als ich den Namen zum ersten Mal hörte. „Pfälzer am Niederrhein? Wie denn das? Reicht es nicht, dass Donald Trump Pfälzer Vorfahren hat?“ Weiterlesen

 

Vom Fotografen nass gemacht


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Das fotografiert RHEINPFALZ-Fotograf Norbert Lenz besonders gerne: Christoph Hämmelmann plumpst beim Stehpaddeln (Stand up paddling) ins Wasser. Fotomontage: Lenz

Das fotografiert RHEINPFALZ-Fotograf Norbert Lenz besonders gerne: Christoph Hämmelmann plumpst beim Stehpaddeln ins Wasser. Fotomontage: Lenz

Auf diesen Termin hatte sich unser für Speyer und Umgebung zuständiger Fotograf schon vorab gefreut: Norbert Lenz und seine Frau Martina sollten Bilder machen, während ich für unsere Serie „Tour de Pfalz“ auf dem Otterstadter Altrhein einen Stehpaddel-Kurs mache. Was für Norbert bedeutete: „Wir fotografieren, wie du ins Wasser fällst.“ Ähnlich liebevoll fiel dann seine  Begrüßung am Strand aus: „Darfst Du so nackig überhaupt in die Zeitung?“ Weiterlesen

 

Wie Journalisten den G20-Gipfel in Hamburg erleben


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Eine Mann sitzt am 06.07.2017 im Medienzentrum für Journalisten, das anlässlich des G20-Gipfels eingerichtet wurde, vor einem Bildschirm und liest eine Zeitung. Im Hintergrund ist die Ankunft von US-Präsident Trump und seiner Frau zu sehen. Am 07. und 08. Juli kommen in der Hansestadt die Regierungschefs der führenden Industrienationen zum G20-Gipfel zusammen. Foto: Christina Sabrowsky/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Für Journalisten ist beim G20-Gipfel in Hamburg ein Pressezentrum eingerichtet worden. Foto: dpa

Es wimmelt und wuselt. 4600 Medienschaffende texten, interviewen, diskutieren, denken (soll vorkommen!) – und warten. Auf internationalen Großveranstaltungen wie dem G-20-Gipfel derzeit in Hamburg ist das Journalistendasein ein Leben im Wartesaal. Warten auf die Sicherheitsüberprüfung, warten auf den Ausweis, warten auf den manchmal erlösenden Satz „Bitte versammeln Sie sich dort vorne!“, warten auf das Briefing, warten auf Godot.

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