Handstand auf dem Gipfel


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RHEINPFALZ-Redakteur Rolf Schlicher mit Sohn Tillmann bei seiner "Tour de Pfalz" zum Goldwaschen an den Altrhein. (Foto: van)

Redakteur Rolf Schlicher kam mit Sohn Tillmann 2014 bei seiner „Tour de Pfalz“ zum Goldwaschen an den Altrhein. (Foto: van)

Seit 2001 gehen Redakteurinnen und Redakteure der RHEINPFALZ jedes Jahr auf „Tour de Pfalz“: Die Reportagen zeigen, wo in der Pfalz die schönsten Ausflugsabenteuer zu erleben sind. Über hundert Mal haben sich Redaktionsmitglieder für diese Freizeitserie bisher bereits auf den Weg gemacht. In der Montagausgabe der RHEINPFALZ startet die diesjährige „Tour de Pfalz“-Staffel mit einem Besuch des Zipline-Parks bei Elmstein.

Die Idee unserer „Tour de Pfalz“-Serie geht über das hinaus, was die vielen Wander- und Radwegeführer bieten, die inzwischen auf dem Markt sind. Wir zeigen, wie sich die Landschaften der Pfalz mit den unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln immer wieder anders erkunden lassen. Wie kam es zu dieser Idee? Wir grübelten vor 15 Jahren im Südwest-Ressort über eine neue Serie. Frisch und lebendig sollte sie sein, natürlich mit vielen Tipps und Anregungen. Und es sollte etwas sein, was es in dieser Form noch nicht gab.  Und plötzlich war  der Gedanke da, mit immer wieder anderen Fortbewegungsmitteln und Fahrzeugen auf Tour zu gehen. In der ersten Staffel der Serie waren wir beispielsweise mit dem Motorroller, auf Inline-Skates, per Planwagen und Rheindampfer, per Bahn und natürlich in einer Folge auch zu Fuß unterwegs. Das Ergebnis war verblüffend: Die Pfalz wird so im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder neu  „erfahren“.

Es gab Kollegen, die haben uns gesagt: „Dieser Trick ist doch schnell ausgereizt, so viel Varianten gibt es da ja wohl nicht. Am Ende landet ihr doch wieder beim Wandern und Radfahren.“ Wir konnten die Skeptiker vom Gegenteil überzeugen. Nach dem ersten Jahr standen wir für die zweite Staffel natürlich schon etwas unter Druck, wieder etwas Neues zu finden. Doch es klappte: Diesmal gingen wir unter anderem in der Fahrrad-Rikscha und einer Draisine auf Entdeckungstour. Eine Kollegin hatte damals die hübsche Idee, sich mit Bollerwagen und ihren zwei kleinen Kindern durchs Dahner Felsenland zu wagen. Die Erfahrung hat doch jeder schon gemacht: Beim Radfahren erlebe ich die Landschaft anders als beim Autofahren, beim Wandern anders als beim Radfahren. Perspektiven und Intensität der Erfahrung wechseln. Das macht  für mich den besonderen Reiz dieser Serie aus.

„Tour de Pfalz“ ist ein spannendes Projekt geblieben. Deshalb erscheint jedes Jahr eine neue Staffel mit sechs bis acht Folgen. Vor vier Jahren kam dann auch ein Buch zur Serie heraus, es enthält 25 der schönsten Folgen aus all den Jahren zuvor. Oft werde ich gefragt: „Was ist denn Ihre Lieblings-Tour de Pfalz?“ Unter den Touren, die ich selbst gemacht und beschrieben habe, ist die pfälzische „Haute Route“ mein Favorit. Dabei geht es in zwei Tagen über elf Sechshunderter zwischen Neustadt und Landau. Diese Geschichte hat zahlreiche Nachahmer gefunden, es hat eine intensive Diskussion darüber gegeben, ob es am Haardtrand nicht elf, sondern sogar zwölf Gipfel gibt, die über 600 Meter hoch sind. Wer ihn findet, sollte ihn im Handstand erklimmen – denn diese Fortbewegungsart haben wir bei „Tour de Pfalz“ noch nicht ausprobiert.

Die neue Staffel: Ab 18. Juli erscheint in den Sommerferien jeweils montags eine neue „Tour de Pfalz“-Folge auf der Seite „Südwestdeutsche Zeitung“.

Info: Das Buch zur Serie: 25 der besten Folgen der „Tour de Pfalz“ aus den vergangenen Jahren gibt es als RHEINPFALZ-Buch: Es sind Ausflüge per Boot, zu Fuß, mit Rad, Segway oder Cabriobus. 160 Seiten, 9 Euro, ISBN 978-3-937752-21-1. Erhältlich auch im RHEINPFALZ-Shop: www.rheinpfalz.de 

Das Titelbild

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