Es kam alles ganz anders


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Foto: pom

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Manchmal hilft eben die beste Planung nichts. Journalismus ist ein Geschäft voller Überraschungen. Am Freitag waren das dann auch eher unliebsame.

Hierhergekommen bin ich mit dem Vorsatz, einen größeren Text für unsere Kulturseite in der Ausgabe nach Pfingsten zu schreiben, davor einen Stimmungsbericht für die RHEINPFALZ am Sonntag, ergänzt um den ein oder anderen lockeren Onlinebeitrag.

Es kam dann alles ganz anders. Alleine am Samstag waren es sechs Texte für Print und Online. Bevor ich mich dann ab 16 Uhr auf der Pressetribüne endlich wieder der Sache widmen konnte, derentwegen ich hier bin: der Musik. Die war dann auch so gut, dass sie einen aus dem ein oder anderen Loch herausriss. Den Rest besorgte der Kaffee aus dem Pressezentrum. Um die Bierstände auf dem Gelände habe ich bisher meist einen großen Bogen gemacht. Auf dieser Liste steht bisher, nach zweieinhalb Tagen, genau ein Becks. Auch das war eigentlich anders geplant.

Ohne die Hilfe der Kollegen in Ludwigshafen wäre das alles nicht zu schaffen. Das gilt für die Onlineredaktion ebenso wie für die Printredaktion, auch die unserer Sonntagszeitung, die ja ihren Sitz in Landau hat. Nur so ein Beispiel. Gestern Abend, kurz vor zehn, auf der Bühne sorgen die Berliner Beatsteaks für Stimmung. Auch bei mir, bis mein Blick auf den deutlich lesbaren Namen der Bühne fällt. „Volcano Stage“ steht da. Und bei mir schießt der Blutdruck in die Höhe, weil ich weiß, dass ich „Vulcano Stage“ geschrieben habe.

Der Kollege im Spätdienst rettet mir den Abend, so wie dies mein Sohn am Freitag getan hat. Da ging es im Pressezentrum hoch her, nachdem das Festival unterbrochen wurde. Ich hatte gerade weder Zugriff auf meinen Laptop, noch auf mein Tablet, noch auf ein Ladekabel für mein Handy. Die Rettung war das iPhone meines Sohnes. Den Text für die RHEINPFALZ-Ausgabe vom Samstag hab ich ihm in die Minitastatur diktiert, während Marek Liebermann noch seine Pressekonferenz gab.

Es war also durchaus richtig, dass wir zwei Presseausweise für Rock am Ring bekommen haben.

 
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Über Frank Pommer

1966 im westpfälzischen Niederkirchen bei Kaiserslautern geboren. Nicht nur deshalb wäre eine Karriere als Sportredakteur eine logische Konsequenz gewesen. Oder als Heldentenor am Pfalztheater. War aber gerade nichts frei. Dann also Kulturjournalismus, passt ja auch ganz gut zum Studium der Germanistik, Musikwissenschaften und Romanistik. Seit 1997 bei der RHEINPFALZ, seit 2011 Leiter des Kulturressorts. Und als passionierter Opern- und Konzertgänger in diesem auch für die Klassikberichterstattung zuständig - egal, ob aus Kaiserslautern, Mannheim oder Bayreuth.

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