Familientreffen in der Elbphilharmonie


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Elbphilharmonie

Herausragende Architektur: die Elbphilharmonie. Foto: dpa

Heute Abend ist so etwas wie ein großes Familientreffen für Musikjournalisten aus dem ganzen Land. In Hamburg öffnet endlich, nach jahrelanger Verzögerung, zwischenzeitlichem Baustopp und der Verzehnfachung der ursprünglich veranschlagten Kosten die Elbphilharmonie ihre Tore. Manche Kollegen waren schon bei einer Besichtigung dabei und sind begeistert von der Akustik – wie übrigens auch die Musiker des NDR Elbphilharmonie Orchesters, dessen Heimat die neue Philharmonie ist. Es heißt, alle hätten geweint, so gut klinge der in den Neubau quasi reingehängte Konzertsaal.

Das Medieninteresse ist riesig. Jeder will sich nun selbst ein Bild machen von einem der teuersten Gebäude, das in Deutschland jemals errichtet worden ist. Vergleiche mit der Sydney Opera werden gezogen, natürlich auch mit der Berliner Philharmonie oder dem Wiener Musikvereinssaal. Das ist denn auch die Liga, in der Hamburg künftig mit dem 866 Millionen Euro teuren und von den Schweizer Stararchitekten Herzog & Meuron entworfenen Gebäude spielen will.

Die Spannung und die Vorfreude sind  jedenfalls groß. Auch bei mir. So oft erlebt man die klingende Feuertaufe eines neuen Konzertsaals ja nicht. Ich war bisher erst einmal bei einer Premiere dabei: 2002, als das Dortmunder Konzerthaus eröffnet wurde. Und eine kleine Premiere war vielleicht auch 2011 die Wiedereröffnung des Feierabendhauses der BASF nach dessen Sanierung. Aber das hier sind dann doch ganz andere Dimensionen. Auch in Bezug auf bekannte oder befreundete Kollegen von anderen Medien. So viele trifft man sonst nur in Bayreuth. Wie übrigens die Kanzlerin auch.

 
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Über Frank Pommer

1966 im westpfälzischen Niederkirchen bei Kaiserslautern geboren. Nicht nur deshalb wäre eine Karriere als Sportredakteur eine logische Konsequenz gewesen. Oder als Heldentenor am Pfalztheater. War aber gerade nichts frei. Dann also Kulturjournalismus, passt ja auch ganz gut zum Studium der Germanistik, Musikwissenschaften und Romanistik. Seit 1997 bei der RHEINPFALZ, seit 2011 Leiter des Kulturressorts. Und als passionierter Opern- und Konzertgänger in diesem auch für die Klassikberichterstattung zuständig - egal, ob aus Kaiserslautern, Mannheim oder Bayreuth.

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