„Pass ja auf dich auf!“


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Übermorgen geht es los. In die Ukraine, zehn Tage lang. Nach Kiew und dann in den Osten, nach Charkiw, nur wenige Kilometer entfernt von der Grenze zu Russland. Freunde und Familie wünschen mir ein sicheres Wiederkommen. „Pass ja auf dich auf“, bekomme ich jetzt ständig zu hören. Als ginge ich in ein Kriegsgebiet.

Ein maskierter ukrainischer Soldat bewacht einen Kontrollpunkt bei dem Dorf Winogradnoje in der Nähe der Stadt Mariupol in der Ostukraine. 5. Mai 2015.

Ein ukrainischer Grenzposten. Foto: dpa

Na ja, ist es irgendwie auch. Zumindest in den sogenannten Separatistengebieten, wo sich russlandfreundliche Milizen und ukrainische Armee trotz Waffenstillstandsabkommens immer noch gegenseitig beschießen. Zwar nicht dauernd, aber es reicht. Und die OSZE, die Friedenswächter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, stehen dazwischen und sind meist hilflos.

Aber direkt in diesen Brennpunkt direkt werde ich mich nicht wagen. Muss auch nicht sein, ich bin ja kein Kriegsberichterstatter. Mich interessiert eher, wie ganz normale Menschen in der Ukraine leben. Wie man umgeht, mit dem Wissen, dass Krieg herrscht im eigenen Land oder dass Angehörige in der umkämpften Zone leben. Was erwartet junge Soldaten, die für diesen Krieg ausgebildet werden. Was bleibt übrig für diejenigen, die ihn überlebt haben – verwundet an Leib und Seele?

 
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Annette Weber

Über Annette Weber

Politik-Redakteurin und Geschichtsbeauftragte der Rheinpfalz, wo sie schon seit einem Vierteljahrhundert ihre Brötchen verdient. Kümmert sich in der Redaktion vorwiegend um Jugend- und Bildungspolitik, zuhause dann - als Mutter zweier Söhne - um Jugend und Bildung. Hat ein Herz für die Ukraine, das gebeutelte Land im Osten Europas. Und für die Menschen dort. Deshalb reist sie immer wieder dorthin.

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