Schlagwort-Archiv: Terrorismus

Innenminister unter falschem Verdacht


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 Innenminister Roger Lewentz erklärt in Enkenbach-Alsenborn, wie sich sich rheinland-pfälzische Streifenpolizisten für Antiterror-Einsätze rüsten. Foto: dpa

Gut für den Bundestagswahlkampf: Innenminister Roger Lewentz erklärt in Enkenbach-Alsenborn, wie sich sich rheinland-pfälzische Streifenpolizisten für Antiterror-Einsätze rüsten. Foto: dpa

Journalisten sind misstrauisch – erst recht, wenn sie es, wie so oft, mit Politikern zu tun haben. In den vergangenen Tagen hegten wir einen Rücksichtslosigkeits-Verdacht gegen den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz. Denn er hatte zu einem Pressetermin ins westpfälzische Enkenbach-Alsenborn eingeladen. Dort sollten ganz normale Streifenpolizisten zeigen, wie sie in einem Fünf-Tage-Kurs darauf vorbereitet werden, mordlüsterne Terroristen oder Amokläufer zu stoppen. Doch dass ihr Dienstherr die Beamten ausgerechnet jetzt zu so einer Vorführung antreten ließ, kam uns ganz schön hartherzig vor. Weiterlesen

 

Spontan-Recherche auf dem Weg zum Mittagessen


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Ein Fahrzeug der Polizei ist am 13.06.2015 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) im Einsatz. Foto: Jens Wolf/dpa

Blaulicht in der Innenstadt: Weil die Polizei dafür die Straße absperrte, hat die RHEINPFALZ mitbekommen, wie der 13-jährige Terrorverdächtige wieder weggebracht wurde. Foto: dpa

Freitagmittag: Ich bin gerade mit Kolleginnen auf dem Weg in die Mittagspause in der Ludwigshafener Innenstadt, als ich in ein paar Hundert Metern Entfernung blinkende Blaulichter erspähe. Was auch immer da gerade los ist: Es passiert vor einem Haus, vor dem ich am Dienstagabend schon einmal gestanden habe. Auf der Suche nach Zivilfahndern, die einen erst 13 Jahre alten Terrorverdächtigen bewachen. Weiterlesen

 

Wenn sich das SEK um den Journalisten kümmert


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Sprechen über einen Bereich der Polizeiarbeit, bei dem irgendwie fast alles geheim ist (von links): RHEINPFALZ-Redakteur Christoph Hämmelmann mit Jürgen Süs, dem Chef der rheinland-pfälzischen Spezialeinheiten, und seinem Stellvertreter Andreas Michel. Foto: K. Schäfer

„Ich kümmere mich dann um Sie“, versprach mir ein Anrufer im März 2015. Was irgendwie bedrohlich klang. Schließlich telefonierte ich da mit dem Chef des rheinland-pfälzischen SEK. Wenn diese schwer bewaffnete Polizei-Truppe sich um jemanden kümmert, dann bedeutet es üblicherweise, dass er nach ein paar Sekunden gefesselt am Boden liegt. Schließlich ist sie darauf spezialisiert, gefährliche Verbrecher zu überwältigen. Andererseits war klar, dass ich als Journalist eher neugierig als gewalttätig sein würde, wenn wir uns am Folgetag treffen. Aber das ließ den Beamten ja erst recht skeptisch werden.

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