Wie Journalisten den G20-Gipfel in Hamburg erleben


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Eine Mann sitzt am 06.07.2017 im Medienzentrum für Journalisten, das anlässlich des G20-Gipfels eingerichtet wurde, vor einem Bildschirm und liest eine Zeitung. Im Hintergrund ist die Ankunft von US-Präsident Trump und seiner Frau zu sehen. Am 07. und 08. Juli kommen in der Hansestadt die Regierungschefs der führenden Industrienationen zum G20-Gipfel zusammen. Foto: Christina Sabrowsky/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Für Journalisten ist beim G20-Gipfel in Hamburg ein Pressezentrum eingerichtet worden. Foto: dpa

Es wimmelt und wuselt. 4600 Medienschaffende texten, interviewen, diskutieren, denken (soll vorkommen!) – und warten. Auf internationalen Großveranstaltungen wie dem G-20-Gipfel derzeit in Hamburg ist das Journalistendasein ein Leben im Wartesaal. Warten auf die Sicherheitsüberprüfung, warten auf den Ausweis, warten auf den manchmal erlösenden Satz „Bitte versammeln Sie sich dort vorne!“, warten auf das Briefing, warten auf Godot.

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Detailaufnahme der Leuchtbuchstaben des Hotels Atlantic in Hamburg, sichtbar ist ein Lauf des Gewehrs eines Scharfschützen, der zu den Sicherheitsmaßnahmen des G20-Gipfels im Juli 2017 gehört

Dieser Horror muss wohl sein – Sicherheit beim G-20-Gipfel in Hamburg


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Der G-20-Gipfel in Hamburg ist eine Mammutveranstaltung – und für Journalisten ein Horrortrip. Die Sicherheitsmaßnahmen sind extrem. Fort Knox – der Armeestützpunkt im US-Bundesstat Kentucky, wo die Amerikaner ihren Goldschatz hüten – könnte nicht besser gesichert sein. Die Sicherheitsüberprüfungen erfolgen in Ringen. Weiterlesen

 

Innenminister unter falschem Verdacht


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 Innenminister Roger Lewentz erklärt in Enkenbach-Alsenborn, wie sich sich rheinland-pfälzische Streifenpolizisten für Antiterror-Einsätze rüsten. Foto: dpa

Gut für den Bundestagswahlkampf: Innenminister Roger Lewentz erklärt in Enkenbach-Alsenborn, wie sich sich rheinland-pfälzische Streifenpolizisten für Antiterror-Einsätze rüsten. Foto: dpa

Journalisten sind misstrauisch – erst recht, wenn sie es, wie so oft, mit Politikern zu tun haben. In den vergangenen Tagen hegten wir einen Rücksichtslosigkeits-Verdacht gegen den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz. Denn er hatte zu einem Pressetermin ins westpfälzische Enkenbach-Alsenborn eingeladen. Dort sollten ganz normale Streifenpolizisten zeigen, wie sie in einem Fünf-Tage-Kurs darauf vorbereitet werden, mordlüsterne Terroristen oder Amokläufer zu stoppen. Doch dass ihr Dienstherr die Beamten ausgerechnet jetzt zu so einer Vorführung antreten ließ, kam uns ganz schön hartherzig vor. Weiterlesen

 

Die Speyerer Gelassenheit


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Stell dir vor,  es steht ein historisches Ereignis an und keiner findet’s bemerkenswert … Morgen steht Speyer ein Jahrhundertereignis, ach was, das historische Ereignis überhaupt bevor: die Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Bundeskanzler Helmut Kohl. Die gesamte Weltpresse wird zugegen sein. Über 150 Medienvertreter, über 1500 Polizisten, alles was in Deutschland an Prominenz Rang und Namen hat wird an diesem Tag im Dom zusammenkommen, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Kohl hat sich – wie mehrfach berichtet – zusammen mit seiner Frau Maike Kohl-Richter für diesen Ort des Abschiednehmens entschieden. Nicht für das große Berlin. Nein, Deutschland blickt an diesem Tag nach Speyer. Und selbst Kohls Heimatstadt Ludwigshafen ist beinahe komplett außen vor: eine 30-minütige Runde durch die Stadt und das wars. Das hat sich Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Eva Lohse wahrscheinlich auch anders vorgestellt. Weiterlesen

 

Wie ich zu Hotel-Empfehlungen aus Mekka kam


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Das wichtigste Heiligtum der Muslime: Eine Mannheimer Firma organisiert Mekka-Pilgerfahrten, bei denen berüchtigte Islamisten wie Pierre Vogel die Reiseleiter sind. Foto: dpa

Am wichtigsten Heiligtum der Muslime: Eine Mannheimer Firma organisiert Mekka-Pilgerfahrten, bei denen berüchtigte Islamisten wie Pierre Vogel die Reiseleiter sind. Foto: dpa

Facebook überrascht mich bisweilen mit Werbung, bei der mir rätselhaft bleibt, was sie mit meinen Interessen zu tun haben soll. Aber immerhin weiß ich, warum mir derzeit Unterkünfte in Mekka angepriesen werden: Ich habe zu Pilgerfahrten recherchiert, bei denen berüchtigte islamistische Prediger als Reiseleiter zum Servicepersonal gehören. Wer sich die Angebote genauer anschaut, landet immer wieder bei einer Mannheimer Firma. Weiterlesen

 

Wie Helmut Kohl auch nach seinem Tod polarisiert


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Bekommt Lob, aber auch Kritik: RHEINPFALZ-Berichterstattung zum Tod Helmut Kohls. Foto: skz

Helmut Kohl polarisiert  –  zeitlebens und auch noch nach seinem Tod. Aus unserer Leserschaft erfahren wir einerseits viel Lob für unsere Berichterstattung und Kommentierung zum Tode des Kanzlers der Einheit und zur Diskussion über die Trauerfeierlichkeiten. Andererseits gibt es auch Kritik daran. Es zieme sich nicht, über den Streit zwischen Kohls Witwe, Maike Kohl-Richter, und den beiden Söhnen Kohls öffentlich zu berichten. Das sei doch Privatsache, heißt es da zum Beispiel. Weiterlesen

 

Spaß vorbei


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Läuft wieder am Ring: Lower than Atlantis als erste Band auf der Hauptbühne. (Foto: pom)

Läuft wieder am Ring: Lower than Atlantis als erste Band auf der Hauptbühne. (Foto: pom)

Manchmal ist die Macht des Faktischen einfach stärker. Mein Blog sollte sich eigentlich damit auseinandersetzen, ob der Opernliebhaber und selbst ernannte Klassik-Futzi auch Rock-am-Ring-tauglich ist. Ob er drei Tage in Matsch und Hitze, zwischen gestählten Metal-Fans unbeschadet überleben würde.

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Lieber Kloster als Schlafzimmer


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Ein wenig um die Ecke gedacht, aber trotzdem naheliegend – so ungefähr war mein erster Eindruck, als mir Kollege Rolf Schlicher von seiner Idee für eine neue Serie in der RHEINPFALZ erzählte. Rolf  ist nicht nur Leiter des Südwest-Ressorts, sondern auch Aktivposten im Pfälzerwald-Verein Hambach. Weiterlesen

 

Schickeria-Töchter und ein harter Knacki: die Zeugen im „Chemical love“-Prozess


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"Chemical love" im Internet. Den Online-Dealern wird in Landau der Prozess gemacht.

Was die Kunden hier bestellten, lagerte versteckt in einem Keller im südpfälzischen Rülzheim: die Internet-Seite der Online-Dealer von „Chemical love“. Foto: Hämmelmann

Wegen Internet-Drogenhandels im ganz großen Stil ist der Hauptangeklagte im Landauer „Chemical love“-Verfahren am Freitag zu fast 15 Jahren Haft verdonnert worden. Ich war an den meisten Verhandlungstagen dabei, um für die RHEINPFALZ über das Verfahren zu berichten. So habe ich eine Menge, nun ja, interessanter Menschen erlebt. Denn Zeugen aus der Rotlicht- und der Drogenszene ließen die Richter ebenso antreten wie junge Frauen aus besserem Hause. Weiterlesen