Die Gunst der Stunde


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Wenn ich an das Deutsche Weinlesefest in Neustadt denke, kommt mir immer ein recht böser Gedanke in den Kopf: „Was für eine Provinzkerwe!“ Als ich jetzt eine Stunde mit dem Pfälzer Spitzenwinzer und Präsidenten des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter (VDP)

Eine Stunde mit Rolf Schlicher mit Steffen Christmann in der Weinlage Idig Foto: Linzmeier-Mehn/31.03.17/

Mit Sanduhr: RHEINPFALZ-Redakteur Rolf Schlicher (links) und Steffen Christmann. Foto: LM

Steffen Christmann zusammensaß, musste ich ihn natürlich auch auf das Weinlesefest ansprechen. Denn Christmann ist Neustadter und in seiner Heimatstadt auch kommunalpolitisch aktiv gewesen. Dieses Engagement beschert ihm seit 2014 den Job des Aufsichtsratsvorsitzenden bei der Neustadter Tourist, Kongress und Saalbau GmbH (TKS). Und diese Gesellschaft ist auch für das Konzept und die Ausgestaltung des Deutschen Weinlesefestes zuständig. Endlich also konnte ich meine Kritik loswerden. Weiterlesen

 

Ruinen-Porno im Luxushotel


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Lüstern: Stuckfiguren im einstigen Luxushotel „Waldlust“. Foto: Hämmelmann

Für Spesenritter ist die RHEINPFALZ der falsche Arbeitgeber: Auf Dienstreisen hat es zweckmäßig und sparsam zuzugehen. Doch vor ein paar Wochen durfte ich auf Verlagskosten trotzdem mal für paar Stunden in ein Luxushotel im Schwarzwald. Und dort etwas miterleben, was im Englischen als Pornografie bezeichnet wird. Weiterlesen

 

Als Pressesprecher bei der BASF: Von Mipa-Meetings und dem Handlauf-Gebot


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Das Herz der BASF-Gruppe ist die BASF SE mit ihrem Stammwerk in Ludwigshafen am Rhein. Mit etwa 250 Produktionsbetrieben, vielen hundert Laboren, Technika, Werkstätten und Büros auf einer Fläche von rund zehn Quadratkilometern, ist es der größte zusammenhängende Chemiekomplex der Welt. Das Stammwerk der BASF ist auch die Wiege des Verbundkonzepts: Produktionsanlagen, Energieflüsse und Logistik werden intelligent miteinander vernetzt, um Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen. Abdruck honorarfrei. Copyright by BASF. BASF SE with its main site in Ludwigshafen is the heart of the BASF Group. With around 250 productions facilities, hundreds of laboratories, technical centers, factories and offices in an area of approximately ten square kilometers, the site is the largest integrated chemical complex in the world. As the headquarters of BASF it is also the cradle of the Verbund concept, where production facilities, energy flows and logistics are linked together intelligently in order to utilize resources as efficiently as possible. Print free of charge. Copyright by BASF.

Einfach riesig: Mit etwa 250 Produktionsbetrieben, vielen hundert Laboren, Werkstätten und Büros ist das BASF-Stammwerk in Ludwigshafen der größte zusammenhängende Chemiekomplex der Welt. Foto: BASF

Im März stand für mich eine besondere Station meines Volontariats an: Für einen Monat wechselte ich meinen Arbeitsplatz von der Ludwigshafener Amtsstraße in die Bahnsteigstraße. Wem das spontan nichts sagt: Die Straße befindet sich auf dem BASF-Gelände, direkt hinter Tor 1. Dort sitzt die Pressestelle des Chemiekonzerns in einem ziemlich großen, sechsstöckigen Gebäude von 1921. Und hier sollte ich für vier Wochen die Seite wechseln: Weiterlesen

 

Bildungsministerin ohne Spickzettel


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Ludwigshafen, Die Rheinpfalz Redaktionskonferenz Bildungsministerin RLP Dr. Stefanie Hubig (SPD) *** Local Caption *** - copyright by : 27.03.17 / KUNZ / Ralf Moray, Stuhlbruderhofstr 5, 67112 Mutterstadt, Germany. DE52545100670166623671, Tel.+49-(0)6234-4530 , presse@foto-kunz.de

„Eine Schulreform werde ich sicher nicht anstoßen“ – Bildungsministerin Stefanie Hubig im RHEINPFALZ-Redaktionsgespräch. Foto: Kunz

Es gibt in der Politik ja spätestens seit Altkanzler Helmut Schmidt die Menschen mit Visionen, und solche, die das Regieren und Gestalten eher unaufgeregt als Handwerk betreiben. Stefanie Hubig (SPD) gehört vermutlich eher zur zweiten Kategorie. Zumindest war das ein Eindruck, der am Montag beim RHEINPFALZ-Redaktionsgespräch mit der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin entstehen konnte.

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Der Minister und sein „genetischer Defekt“


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Wenn man den rheinland-pfälzischen Justizminister Herbert Mertin im Tierreich verorten wollte, dann wäre er wahrscheinlich am ehesten ein alter Fuchs. Den FDP-Mann bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Dafür ist er schlicht schon zu lange in der Politik. Am Montag war der FDP-Mann zu Gast bei uns in der Redaktion.

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Spontan-Recherche auf dem Weg zum Mittagessen


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Ein Fahrzeug der Polizei ist am 13.06.2015 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) im Einsatz. Foto: Jens Wolf/dpa

Blaulicht in der Innenstadt: Weil die Polizei dafür die Straße absperrte, hat die RHEINPFALZ mitbekommen, wie der 13-jährige Terrorverdächtige wieder weggebracht wurde. Foto: dpa

Freitagmittag: Ich bin gerade mit Kolleginnen auf dem Weg in die Mittagspause in der Ludwigshafener Innenstadt, als ich in ein paar Hundert Metern Entfernung blinkende Blaulichter erspähe. Was auch immer da gerade los ist: Es passiert vor einem Haus, vor dem ich am Dienstagabend schon einmal gestanden habe. Auf der Suche nach Zivilfahndern, die einen erst 13 Jahre alten Terrorverdächtigen bewachen. Weiterlesen

 

Nicht nur Text und Bild, sondern auch Petry und Hoeneß


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Einmal im Jahr treffen sich die Kunden der Deutschen Presse-Agentur (DPA) in Berlin, um sich neue Produkte und Projekte des Pressekonzerns anzusehen. Für die RHEINPFALZ fahre ich in meiner Funktion als Chefredakteur zu diesen Treffen.  Weiterlesen

 
Das US-Militär entlädt einen Hubschrauber des Typs "Apache" aus einer C-5-Transportmaschine. Foto: Ganter

Den Gastgebern ausgeliefert


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Man stellt sich das immer so schön vor: Journalisten treffen sich mit mehr oder weniger wichtigen Menschen, trinken eine Tasse Kaffee, plaudern gemütlich, dann geht es zurück in die Redaktion und anschließend wird ein Beitrag verfasst. Dass es bisweilen auch für Medienvertreter unangenehme Arbeitsbedingungen gibt, habe ich am Mittwoch (mal wieder) erfahren.

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Liebeszeichen auf der Pobacke


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Antje Landmanns Notizblock, bekritzelt, mit einem Kugelschreiber obendrauf

Anno dazumal, als der Fernseher nur drei Programme sendete, gab es noch ein heiteres Beruferaten mit Robert Lemke. Die Geheimnisträger sollten ihr Arbeitsfeld mit einer typischen Bewegung andeuten. Bei uns Journalisten wäre das simpel: Eine Hand klappt flach auf. Zeigefinger und Daumen der anderen Hand zittern hektisch darüber hinweg. Erraten? Weiterlesen